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Schwarz auf Weiß – das THW-Update // Frühe Reue und ein möglicher Matchfixing-Skandal

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Schwarz auf Weiß – das THW-Update Schwarz auf Weiß – das THW-Update

Moin, liebe Leserinnen und Leser,
das neue Jahr ist kaum eine Woche alt - und schon gibt es mir Anlass zur Reue. Wissen Sie noch, wie ich vergangene Woche an gleicher Stelle versucht habe zu prognostizieren, wie es für die Nationalspieler des THW Kiel bei der Handball-EM (13.-30. Januar) laufen könnte?
Keine gute Idee inmitten der Omikron-Welle - ich hätte es wissen müssen. Rund eine Woche vor Turnierbeginn in Ungarn und der Slowakei scheint nur eines sicher: Diese EM wird eine Lotterie. Kaum eine Nation ist im Vorfeld nicht von positiven Corona-Tests im Vorbereitungskader betroffen. Testspiele werden abgesagt - auch Deutschland musste wegen Corona-Fällen bei Testgegner Serbien spontan Ersatz finden, spielt nun am Freitag gegen die Schweiz und Sonntag gegen Frankreich.
Während das DHB-Team in Sachen Corona noch kein böses Erwachen erlebte, trifft es vor allem Kroatien hart. Ohnehin hat der amtierende Vizeeuropameister mit vielen Verletzungen zu kämpfen. Am Dienstag wurden dann Corona-Infektionen bei den beiden wichtigsten verbliebenen Spielern festgestellt: Luka Cindric und THW-Kapitän Domagoj Duvnjak.
Beide würden gemäß der aktuellen Regelungen die Vorrunde verpassen, denn die Europäische Handballföderation sieht derzeit vor, dass Spieler erst am 15. Tag nach einem Positiv-Test im Vorfeld des Turniers wieder spielen dürfen. Heißt: Beim Ausbrechen einer Infektion zum jetzigen Zeitpunkt würden die betroffenen Spieler sogar noch bis zu zwei Hauptrundenspiele verpassen. Kein Wunder, dass harsche Kritik an dieser 14-Tage-Regel aufkam. Möglicherweise wird die EHF sie sogar noch am Donnerstag ändern. So ist zu hören, dass sie auf fünf Tage verkürzt werden könnte. Fortsetzung folgt…
Corona-Infektionen: 14-Tage-Regel könnte Handball-EM zur Lotterie machen
Ein weiterer Aufreger diese Woche war eine Nachricht, die von Schweden aus ihre Kreise in der Handball-Welt zog. Das Portal “Handbollskanalen” hat recherchiert, dass auf höchster europäischer Vereinsebene Spiele in Zusammenhang mit Sportwetten verschoben worden sein sollen. Das so genannte Matchfixing sei den Reportern von mehreren unabhängigen Quellen berichtet worden, heißt es. Dabei soll es sich um Partien sowohl in der Champions League und European League der Männer als auch der Frauen handeln.
Die EHF reagierte prompt und betonte, ihr lägen keine Beweise dafür vor, rief aber dazu auf, solche über die Whistleblowing-Plattform einzureichen.
Handball-Verband sieht derzeit keine Beweise für Matchfixing
Es sieht also aus, als würden uns trotz bevorstehender Europameisterschaft nicht nur sportliche Nachrichten durch den Handball-Januar begleiten. Alle Infos, Berichte und Analysen zur EM finden Sie hier gebündelt auf unserer Themenseite.
Viel Spaß beim Lesen - und bleiben Sie gesund!
Ihre
Merle Schaack,
THW-Reporterin
Meinung der Woche

Kommentar zur Handball-Corona-EM: Fragwürdige Werbung für den Handball
THW-Statistik

86 - so viele Spiele hat Magnus Landin im Jahr 2022 absolviert. Beim THW Kiel und in der dänischen Nationalmannschaft ist der Linksaußen ein wahrer Dauerbrenner. Das brachte ihm den Spitzenplatz in diesem Ranking ein und nötigt einem Respekt ab. Im Schnitt alle vier Tage hat der 26-Jährige auf dem Spielfeld gestanden. Platz zwei Teilen sich mit 84 Partien der Schwede Felix Claar (Aalborg) und Landins norwegischer THW-Teamkollege Harald Reinkind mit je 84 Partien. Wahnsinn.
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