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Schwarz auf Weiß – das THW-Update // Geplatzter Champions-League-Traum, Trost in der Bundesliga?

Schwarz auf Weiß – das THW-Update Schwarz auf Weiß – das THW-Update
Moin, liebe Leserinnen und Leser,
beim Aufwachen am heutigen Donnerstagmorgen hoffte wahrscheinlich so mancher Spieler des THW Kiel, die 28:34-Viertelfinal-Niederlage in der Champions League bei Paris Saint-Germain nur geträumt zu haben.
Mit großer Enttäuschung im Gepäck landeten die Zebras in der Nacht gegen 1.30 Uhr in Kiel-Holtenau - das Ende ihrer Königsklassen-Saison, aus der Traum von der Titelverteidigung.
Besonders litt Patrick Wiencek. Der Kreisläufer hatte sich im Hinspiel eine Woche zuvor (31:29-Sieg für den THW) das Wadenbein gebrochen, reiste aber als Unterstützer mit und versuchte zu helfen, wo immer er konnte. Nur dort, wo die Mannschaft ihn am meisten gebraucht hätte - im Mittelblock - ging es eben nicht. Die fehlenden Wechselmöglichkeiten und die körperliche Dauerbelastung waren ein großer Faktor in diesem Viertelfinale. Deshalb wollte Co-Kapitän Wiencek seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Als ich kurz nach dem Abpfiff mit ihm sprach, versuchte er bereits, die Enttäuschung in Motivation für Liga und DHB-Pokal umzumünzen, sagte mit Blick auf die Kabine: “Diese Stimmung wollen wir da drin nicht noch mal erleben.“
Nach Champions-League-Aus des THW - Wiencek: "Körperlich total am Limit"
Für Stimmung in Paris sorgten erstmals seit Oktober wieder 800 Fans, die ihre Mannschaft enthusiastisch von den Rängen aus antrieben. Auch die Kieler hätten gern möglichst bald wieder Heim-Unterstützung von einigen Fans. Doch bis die Behörden in Kiel die Fan-Rückkehr ermöglichen, scheint es noch eine Weile zu dauern.
Handball vor Fans bleibt vorerst Ausnahme
Ob Geisterspiel-Kulisse oder nicht, fest steht: Die Champions-League-Enttäuschung wollen die Zebras mit anderen Titeln mildern. Im DHB-Pokal (Final Four am 3./4. Juni) und in den verbleibenden Liga-Spielen dürfen sie sich dazu keine Schwächen mehr leisten. “Dass das schwer wird, muss man nicht extra erwähnen”, sagt Trainer Filip Jicha.
Am Sonnabend (20.30 Uhr) empfangen die Zebras die MT Melsungen, Pfingstmontag treten sie beim TBV Lemgo-Lippe, drei Tage später beim SC DHfK Leipzig und am 30. Mai zu Hause gegen den TUSEM Essen an. „Jetzt gilt es, die nächste Woche gut zu überstehen“, sagt Geschäftsführer Viktor Szilagyi. „Aber irgendwie ist es auch gut, dass es jetzt schnell weitergeht.“
Wie die Zebras die Enttäuschung verkraften, können Sie am Sonnabend wie immer bei uns im Liveticker verfolgen. Bis dahin wünsche ich Ihnen eine schöne Rest-Woche!
Ihre
Merle Schaack
THW-Reporterin
Geschichte der Woche

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