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Schwarz auf Weiß – das THW-Update // Gruselstimmung in der Zebraherde

Schwarz auf Weiß – das THW-Update Schwarz auf Weiß – das THW-Update
Liebe Leserinnen und Leser,
das war vielleicht ein gruseliges Halloween-Wochenende. Frei nach dem Motto “Süßes, sonst gibt’s Saures!” hat ausgerechnet Aufsteiger TuS N-Lübbecke der Zebraherde vom THW Kiel gehörig die Laune verdorben. Nach dem 25:29 war Krisenhaftes aus dem Kreis des Kieler Rekordmeisters zu vernehmen. “So wird man nicht Meister!”, lautete die krachende Analyse von Kapitän Domagoj Duvnjak. Cheftrainer Filip Jicha sprach von “zu viel Unruhe”, und THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi will nun den “Re-Start-Button” drücken. Alles auf Anfang also beim Tabellendritten der Handball-Bundesliga, der mit 12:6 Zählern nach nur neun Spieltagen bereits sechs Punkte Rückstand auf Tabellenführer SC Magdeburg (18:0) aufweist. Am kommenden Donnerstag (19.05 Uhr, Liveticker auf KN-online) wollen Duvnjak und Co. gegen den Bergischen HC die große Aufholjagd starten.
Oh Schreck! Das zweite große Thema in einem gruseligen Oktober zum Vergessen war das Vertragstauziehen um THW-Superstar Sander Sagosen. Geht er? Geht er nicht? Geht er 2023? Geht er schon 2022? Jetzt gibt es endlich Gewissheit: Er geht! Und er geht (Stand jetzt!) erst im Sommer 2023. Was absolut positiv ist: Der 26-Jährige selbst hat aus seinem Herzen nie eine Mördergrube gemacht. In letzter Konsequenz war es für den Norweger allerdings “unmöglich, nein zu sagen” zu einem lukrativen Angebot aus seiner Heimatstadt Kolstad.
Neben Sagosen sind auch Magnus Gullerud (SC Magdeburg), Magnus Rød (SG Flensburg-Handewitt) und Janus Dadi Smarason (Frisch Auf Göppingen) dem Ruf des aufstrebenden Klubs Kolstad Håndball erlegen. Weitere dürften über kurz oder lang folgen. Einen existenzbedrohenden Aderlass sieht der Kieler Uwe Schwenker, Präsident der Handball-Bundesliga, allerdings nicht: “Die Bundesliga wird attraktiv bleiben”, sagt der ehemalige THW-Manager, für den eine Ligareduzierung zwar vorerst vom Tisch sei, der aber eine Reform des DHB-Pokals angestoßen hat. Ein Pokal, der erst nach der Hinrunde mit einem Viertelfinale der zu dem Zeitpunkt besten acht Teams der Bundesliga ausgetragen würde, würde drei Runden und damit drei freie Termine für die Nationalmannschaft freischaufeln. Der Pokalzauber von “David gegen Goliath”, von Favoritenstürzen und Außenseitersiegen wie beim letzten Final Four in Hamburg der große Coup des TBV Lemgo - all das wäre dann Geschichte. Für Handball-Traditionalisten sicher ein Graus, für die ohnehin überstrapazierten Top-Teams und womöglich auch Handball-Bundestrainer Alfred Gislason ein charmanter Gedanke. Wir bleiben für Sie am Ball.
Ihnen ein schönes Wochenende, und hoffentlich gibt’s dann ab der kommenden Woche wieder mehr “Süßes” vom THW Kiel zu berichten.
Ihr
Tamo Schwarz
THW-Reporter
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Spruch der Woche

Wenn man in Lübbecke verliert, muss man aufrichtig sein und sich überhaupt keine Gedanken um die Meisterschaft machen, sondern anfangen zu arbeiten.
Filip Jicha, THW-Cheftrainer
THW-Statistik

4 sieglose Spiele in Folge: Das gab es beim THW Kiel zuletzt im April 2003. Damals waren es sogar drei Niederlagen und ein Remis - gegen den SC Magdeburg (29:32), TuSEM Essen (25:27), die HSG Wetzlar (24:24) und die SG Wallau/Massenheim (27:29). Die Gegner 18 Jahre später hießen jetzt Füchse Berlin (28:28), TBV Lemgo (21:21), SC Magdeburg (27:29) und TuS N-Lübbecke (25:29).
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