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Schwarz auf Weiß – das THW-Update //Meisterrennen und Countdown-Euphorie

Schwarz auf Weiß – das THW-Update Schwarz auf Weiß – das THW-Update
Moin, liebe Leserinnen und Leser,
haben Sie gestern Abend… nein, nicht Fußball geguckt. Handball! Das Drama der SG Flensburg-Handewitt beim HC Erlangen hat zumindest mich mehr gefesselt als das 2:2 der deutschen Fußballer bei der EM gegen Ungarn.
Was ist das bloß für eine irre Bundesliga-Saison, was für ein Rennen um die Meisterschaft zwischen den beiden Nordrivalen THW Kiel und SG Flensburg-Handewitt?
Als Sport-Fan, egal ob in Kiel oder Flensburg sozialisiert, muss man einfach den Hut ziehen vor dem Kampfgeist, den alle Spitzenhandballer seit nun fast einem Jahr immer wieder an den Tag legen. Und es sind eben diese Momente, in denen das sportliche Drama zuschlägt, der personell immer schlimmer gebeutelten SG beinahe vorzeitig die Chance auf die Meisterschaft entgleitet und ihr humpelnder Kapitän Jim Gottfridsson in letzter Minute doch noch den 27:26-Siegtreffer erzielt, die uns alle irgendwie mitreißen.
Dem THW Kiel wäre es wahrscheinlich recht gelegen gekommen, hätte die SG nach der Niederlage gegen Berlin noch ein weiteres Mal gepatzt und damit vor den letzten beiden Liga-Spielen der Zebras am heutigen Donnerstag zu Hause gegen den TBV Lemgo Lippe und Sonntag bei den Rhein-Neckar Löwen etwas Druck aus dem Kessel genommen. Zur Erinnerung: Die Kieler haben derzeit einen Punkt mehr als die SG, könnten sich noch ein Unentschieden leisten und wären dann durch den gewonnenen direkten Vergleich trotzdem vorn.
THW-Trainer Filip Jicha findet aber ohnehin: “Wir sollten es nicht als Druck empfinden. In den letzten 120 Minuten der Saison können wir sie krönen.“
Letztes Saison-Heimspiel - Lauert mit Lemgo wieder Gefahr für den THW?
Auch wenn die Zebras weiterhin ohne Co-Kapitän und Weltklasse-Kreisläufer sowie Abwehr-Säule Patrick Wiencek auskommen müssen, haben sie im Meister-Endspurt alle Trümpfe in der Hand. Doch die schwindenden Kräfte nach nunmehr 33 geballten Spielen seit ihrer Februar-Quarantäne machen die letzten Meter in der Saison unberechenbar.
So setzen die Kieler bei ihrem letzten Heimspiel der Saison heute Abend auch auf die 2490 in der Wunderino-Arena zugelassenen Fans. Ihre Unterstützung soll die letzten Kraftreserven mobilisieren helfen. Beim ersten Heimspiel nach der Geisterspiel-Phase der Pandemie kamen 1561 Zuschauerinnen und Zuschauer. Filip Jicha wünscht sich gegen Lemgo “möglichst viel Weiße-Wand-Gefühl” für seine Spieler. Für Kurzentschlossene gibt es hier oder bis zum Anpfiff in der THW-Fan-Welt am Ziegelteich an der Arena noch Tickets.
Übrigens: Sollte der THW Kiel am Wochenende die 22. Meisterschaft der Vereinsgeschichte holen, wird er erneut mit den gewohnten Feier-Traditionen brechen müssen. Zwar droht keine ganz so skurrile Meister-Zeremonie wie vergangene Saison. Doch Stadt und Verein stellten bereits klar: Eine Feier auf dem Rathausplatz wird es nicht geben.
Zunächst gilt der Fokus der Zebras aber dem heutigen Abend. Und auch Sie können natürlich dabei sein, wenn ab 19 Uhr der Ball zum letzten Mal in dieser denkwürdigen Saison in der Wunderino-Arena fliegt. Im Liveticker auf KN-online halten wir Sie auf dem Laufenden. Viel Spaß dabei - und bleiben Sie gesund!
Ihre
Merle Schaack
THW-Reporterin
Geschichte der Woche

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THW-Statistik

54 Einsätze hat Harald Reinkind in dieser Saison schon für den THW Kiel bestritten. Damit ist der Norweger das einzige Zebra, das in allen Pflichtspielen im Aufgebot stand. Eine umso beeindruckendere Zahl, wenn man weiß, dass der Halbrechte phasenweise Alleinunterhalter auf seiner Position war, als Steffen Weinhold verletzt ausfiel. Rechnet man die zur vergangenen Saison zählenden Nachhol-Final-Fours um die Champions League sowie den DHB-Pokal dazu, bestreitet Reinkind gegen den TBV Lemgo Lippe am Donnerstag bereits sein 58. Spiel im Zeitraum der Saison 2020/21 - Hut ab!
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