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Schwarz auf Weiß – das THW-Update // Mit Pokalsieg-Power gegen den Wetzlar-Fluch?

Schwarz auf Weiß – das THW-Update Schwarz auf Weiß – das THW-Update
Moin, liebe Leserinnen und Leser,
was ist Ihre THW-Szene des Wochenendes, von diesem fulminanten Sieg der Zebras im DHB-Pokal beim Final Four in Hamburg?
Ich muss sagen, mit fällt die Entscheidung schwer. In Erinnerung geblieben sind mir vor allem diese Coolness von Niklas Landin, der sein Torwartspiel mit hellseherisch wirkenden Fähigkeiten so unglaublich einfach aussehen lässt. Dann die Freude von Sander Sagosen über die im Finale nach Angaben der HBL ausverkaufte Barclays-Arena, sein Spiel mit den Fans, der Genuss der großen Bühne, die ihn sichtlich beflügelte und zum besten Torschützen der Endrunde machte.
Oder die Abwehr, mit der die Kieler den zweikampfstarken Magdeburgern beim 28:21 im Finale irgendwann endgültig ihre Grenzen aufzeigten. Allen voran Patrick Wiencek und Hendrik Pekeler (der sich seine Knieblessur aus dem Halbfinale gegen Lemgo einfach nicht anmerken ließ), aber auch Magnus Landin in seiner Rolle als Sonderbeauftragter für Magdeburgs Top-Schützen Omar Ingi Magnusson.
Und dann natürlich der Stolz von THW-Trainer Filip Jicha darüber, dass sich sein System als variabler und somit letztlich besser als das des designierten deutschen Meisters erwiesen hatte. „Die Mannschaft hat die letzten Wochen und Tage als etwas unfair empfunden“, sagte er nach dem zweiten Kieler Sieg über den SCM innerhalb eines Monats. „Es ist nicht so, dass meine Jungs die zweite Geige spielen.“
Was der Pokalsieg über das Selbstverständnis des THW Kiel verrät
In der Liga tun sie das allerdings mit sechs Punkten Rückstand auf Magdeburg bei noch acht verbleibenden Spieltagen nach wie vor. Und dass sich das noch ändert, daran glaubt bei den Zebras trotz der Machtdemonstration vom Wochenende niemand so recht.
Nach Pokal-Duell: THW Kiel rechnet nicht mit Liga-Patzern von Magdeburg
Und so konzentrieren sich die Kieler weiter darauf, Platz zwei zu verteidigen, der ihnen in der kommenden Saison die Champions-League-Teilnahme sichern würde. Die Konkurrenz sitzt ihnen im Nacken: Die Füchse Berlin sind punktgleich bei schlechterem Torverhältnis, Flensburg zwei Zähler dahinter auf Platz vier der Tabelle.
Und so folgt für die Kieler auf den Pokal-Triumph am heutigen Donnerstag direkt eine Hürde der Extraklasse: THW-Schreck HSG Wetzlar gastiert in der Wunderino-Arena (Anpfiff 19.05 Uhr, Tickets unter www.thw-tickets.de oder in der THW-Fanwelt direkt an der Arena). Bei den Hessen, die noch Chancen auf Platz fünf und eine mögliche Europapokalteilnahme haben, steht vor dem Duell mit dem THW vor allem Till Klimpke im Fokus. Der 24-jährige Nationalspieler gilt als möglicher Nachfolger von Niklas Landin beim THW Kiel, wenn der Däne die Zebras im Sommer 2023 verlässt. Einiges spricht aber auch gegen seinen baldigen Wechsel zum THW Kiel.
Möglicher Landin-Nachfolger? Till Klimpke vor Auftritt beim THW Kiel im Fokus
Die Zebras jedenfalls müssen sich im Vergleich zum Pokalfinale gegen Magdeburg auf eine deutlich weniger rasante Angriffstaktik dieses Gegners einstellen. Wetzlar setzt weniger auf Eins-gegen-Eins-Situationen, sondern hat seine Stärke in langen, auf den Punkt ausgespielten Angriffen, die oft auch über den Kreis laufen.
Ob die Kieler ihre Bilanz von zuletzt nur einem Sieg aus den letzten vier Begegnungen mit den Hessen aufbessern können, können Sie wie immer in unserem Liveticker auf KN-online verfolgen.
Viel Spaß dabei!
Ihre
Merle Schaack,
THW-Reporterin
THW-Statistik

Zum zwölften Mal krönte sich der THW Kiel am Wochenende zum deutschen Pokalsieger und baute seinen Vorsprung im Ranking der Titelträger damit weiter aus. All diese Siege feierten die Zebras in Hamburg. Damit ist aber definitiv Schluss: Das Final Four zieht nächstes Jahr um nach Köln.
HBL-Präsident Uwe Schwenker verteidigt Final-Four-Umzug nach Köln
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