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Schwarz auf Weiß – das THW-Update // Zurück auf dem Platz an der Sonne

Schwarz auf Weiß – das THW-Update Schwarz auf Weiß – das THW-Update
Liebe Leserinnen und Leser,
manchmal fühle ich mich wie im falschen Film. Während ich diese Zeilen schreibe, blicke ich auf meinen Wandkalender: 6. Mai 2021. Normalerweise wären jetzt noch vier, fünf Spiele in der Handball-Bundesliga zu absolvieren. Normalerweise. Was ist schon normal in diesen (Corona-) Zeiten? Für den THW Kiel stehen noch … Achtung! … zwölf Partien bis zum letzten Spieltag am 27. Juni auf dem Programm. Plus das Final Four um den DHB-Pokal (3./4. Juni), plus Viertelfinale in der Champions und womöglich ein weiteres Final Four in Köln.
Los ging es für die Mannschaft von THW-Cheftrainer Filip Jicha am Donnerstagabend in Nürnberg gegen den HC Erlangen. Und wie! Die Zebras eroberten sich einfach mal die Tabellenführung zurück, weil die SG Flensburg-Handewitt zeitgleich bei Frisch Auf Göppingen strauchelte und beim 28:28 einen Punkt liegenließ. Beide Kontrahenten sind nun punktgleich, der THW hat den direkten Vergleich auf seiner Seite. Von ausgelassenen Jubeltänzen war nach dem 31:25-Erfolg bei den Kielern allerdings keine Spur. Das passt! Jetzt bloß nicht abheben! Filip Jicha trat sofort auf die Euphoriebremse, fordert vor den kommenden Aufgaben “Demut und Respekt”.
Apropos: Weiter geht’s am Sonntag (13.30 Uhr) bei den Füchsen Berlin. Auch nicht leichter. Weiter, immer weiter. Danach: Mittwoch, Sonnabend, Mittwoch, Sonnabend, Pfingstmontag - ein Irrsinnsrhythmus. Was für ein Glück also, dass die zurückliegende Nationalmannschaftswoche mit den Begegnungen in der EM-Qualifikation keine positiven Corona-Tests nach sich zog (und hoffentlich bleibt das auch so). Die (allesamt für die Europameisterschaft 2022 in Ungarn und der Slowakei qualifizierten) Rückkehrer begaben sich nach ihrer Ankunft an der Förde umgehend in die übliche Testroutine und unterlagen im THW-Trainingszentrum in Altenholz einem strengen Schichtsystem, in dem sich so mancher Kieler Profi am Ende im Einzeltraining wiederfand.
Und gute Nachrichten gab’s aus dem geballten Quali-Geschehen in der vergangenen Woche auch. Zum Beispiel die Nachricht von einem wirklich gelungenen Comeback von Rune Dahmke im Dress des Deutschen Handballbundes (DHB) beim 35:20 gegen Estland. Niclas Ekberg, Sander Sagosen, Harald Reinkind, Miha Zarabec, Niklas und Magnus Landin - sie alle sind bei den kontinentalen Titelkämpfen 2022 dabei, die deutsche Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason war schon vor den abschließenden Duellen gegen Bosnien-Herzegowina und Estland qualifiziert. Der ehemalige Kieler Erfolgscoach hat jetzt die Qual der Wahl, muss sich bis Anfang Juli auf 14+3 Spieler für die Olympischen Spiele in Tokio festlegen. Eines steht allerdings schon jetzt fest: Steffen Weinhold, Patrick Wiencek und Hendrik Pekeler dürften im Personal-Puzzle des Bundestrainers gesetzt sein. Die EM 2022 wird also auch ein Fest für THW-Fans. Am Donnerstag um 17 Uhr werden die Gruppen für die Endrunde ausgelost.
Bevor Sie sich auch noch im falschen Film wähnen, belasse ich es mal dabei in Sachen Nationalmannschaft. Schließlich kommt beim THW Kiel noch genug auf Sie zu. Mittwoch, Sonnabend, Mittwoch, Sonnabend - behalten Sie den Überblick und haben Sie viel Spaß mit Ihren Zebras.
Passen Sie gut auf sich und Ihre Lieben auf!
Ihr
Tamo Schwarz
THW-Reporter
Zurück an der Spitze - THW Kiel tritt auf Euphoriebremse
35:20 gegen Estland - Schaulaufen für Bundestrainer Gislason
Handball-Bundesliga - THW Kiel mit Einzeltraining nach der EM-Quali
EM-Auslosung 2022 - Deutschlands Handballer top-gesetzt
Spruch der Woche

Die Tabelle interessiert mich wenig bis gar nicht. Ich bin schon lange dabei und weiß, es kann noch so viel passieren. Wir müssen unsere Aufgaben brutal emotionslos weiter abarbeiten.
THW-Trainer Filip Jicha zur zurückeroberten Tabellenführung in der Handball-Bundesliga.
THW-Statistik

Zebras auf Torejagd: Niclas Ekberg und die Schweden feierten beim 39:16 gegen den Kosovo den höchsten Sieg für die „Tre Kronor“ in der EM-Qualifikation seit 2008. Norwegen traf beim 37:16 gegen Italien nur zweimal weniger - höchster Sieg der Norweger in der EM-Quali seit April 1995. Das deutlichste Ergebnis in der EM-Qualifikation seit 1993 heimsten die Dänen beim 46:24 gegen Finnland ein.
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